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Welch eine Heuchelei!

Das Kussfoto: Bei Heteros ist es okay, bei Homosexuellen nicht

Als Dieter Reiter in 2014 zum OB von München gewählt wurde, gab er seiner Frau öffentlich einen Kuss, wohlgemerkt auf die Lippen. Niemand hatte sich über diesen Kuss echauffiert. Niemand fand es ekelig.

Nun hat Dominik Krause seinen Verlobten auch öffentlich geküsst, ebenso nur auf die Lippen. Diese zwei Fotos gibt es (s. Links weiter unten). Nun bricht eine Welle der Empörung auf Dominik Krause wegen des Kussfotos ein. Ein Foto welches exakt die gleiche Szene zeigt, wie bei Dieter Reiter mit seiner Frau, mit dem Unterschied es sind zwei Männer.

Manche Kommentatoren schreiben, es müsse in der Öffentlichkeit nicht sein oder es sei eine Privatsache. Komisch, bei Reiter hat man solche Kommentare nicht gelesen. Es geht vielen Menschen in Wahrheit nicht um ein Kussfoto in der Öffentlichkeit, es stört sie, dass es zwei Schwule sind. Um das zu unterstreichen fährt man harte Geschütze auf, wie beispielsweise der Jugendschutz und manche fordern sogar, dass man solche Fotos verbieten und unter Strafe stellen soll. Ganz nach dem Vorbild von Putin und Orban. Oder gar doch die NS-Zeit als Vorbild? Sehnen sich doch etwa einige Menschen nach dieser dunklen Zeit Deutschlands?

Am heuchlerischen sind die Kommentare die so anfangen: „Ich habe ja nichts gegen Schwule ABER ….“. Entweder man hat nichts gegen Schwule und nimmt bedingungslos auch solche Fotos hin oder man hat doch ein Problem mit Homosexuellen und will es nur nicht offen nach außen zeigen. Eins ist sicher, es zeigt, dass ein großer Teil der Bevölkerung doch nicht so offen gegenüber homosexuellen Menschen ist, wie sie vorgeben.

Vergleicht mal diese zwei Fotos:
https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/historischer-sieg-in-muenchen-die-emotionalsten-momente-von-krauses-wahlabend-art-1120520

mit diesem Foto hier: https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/dieter-reiter-ein-sendlinger-bub-regiert-die-stadt-art-231856

Toleranz oder Akzeptanz?
Wir queere Menschen fordern ja immer Toleranz. Das ist nicht gut, denn Toleranz ist das passive Dulden oder Ertragen von Andersartigkeit, oft verbunden mit einer inneren Ablehnung. Akzeptanz hingegen ist die aktive, wertschätzende Annahme und Anerkennung von Personen oder Situationen. Während Toleranz Spannungen lediglich aushält, fördert Akzeptanz Verständnis und echte Integration. Wenn wir ein weltoffenes Deutschland sein wollen, dann müssen wir hin zur Akzeptanz und nicht zur Toleranz.